Objekt des Monats Juni
Fotografie: Gesplittertes Vitrinenglas
2019
Ein Muster – aber was genau ist abgebildet? Unser Objekt des Monats wirft beim ersten Blick zunächst Fragen auf. Es handelt sich um die Fotografie eines gesplitterten Vitrinenglases.
Die Abbildung entstand beim Ausräumen der früheren Dauerausstellung des Museums. Denn diese wurde seit der Eröffnung des Hauses im Jahr 1986 kaum verändert und es war nach über 30 Jahren Zeit für etwas Neues. In Vorbereitung einer neuen Dauerausstellung und auf die zeitgleiche Sanierung der Gebäude wurde die bisherige Ausstellung im Januar 2019 abgebaut.
In der Vitrine auf dem Objekt des Monats wurde bis dato die Knappschaftsfahne des Lugau-Niederwürschnitzer Steinkohlenbauvereins aus dem Jahr 1856 präsentiert, die mehr als zwei Meter lang und über 1,6 Meter breit ist. Die Vitrine war aufgrund ihres Alters nicht mehr für künftige Ausstellungen geeignet und wurde daher entsorgt. Entsprechend der Größe der Fahne war sie verhältnismäßig groß, sodass sie nicht als ganzes transportiert werden konnte. Daher wurde die Vitrine bereits vor Ort auseinandergenommen und das Glas eingeschlagen. Diesen Prozess hielt Museumsmitarbeiterin Jeannette Mauermann fotografisch fest. Im Zuge dessen entstand auch die Fotografie des gesplitterten Glases.
Das Objekt des Monats ist eine von vielen Fotografien, die die Geschichte der KohleWelt dokumentieren. Sie zeigt beispielhaft, dass sich das Museum in den 40 Jahren seit seiner Eröffnung 1986 immer wieder gewandelt hat. Daher ist sie auch Teil der Sonderausstellung „Kohlenstaub auf Polaroid – 40 Jahre Museum im Schacht“. Diese lädt ab 28. Juni 2026 zu einer visuellen Zeitreise durch die Museumsgeschichte ein. Neben Detailaufnahmen zur Sanierung, wie das Objekt des Monats, werden hier die verschiedenen Facetten des Museums wie seine bisherigen Ausstellungen, seine Veranstaltungen, der Wandel seiner Räume sowie die Museumsmitarbeitenden gezeigt und die entsprechenden Geschichten und Anekdoten zu den Fotografien erzählt.