Objekt des Monats April

Arbeitsschuh

Die Abbildung zeigt einen alten Arbeitsschuh. Die Sohle besteht aus Holz. Das Obermaterial aus Leder. Der Schuh ist kaputt und dreck.
Foto: H. Neuber

um 1923

Dieser unscheinbare Arbeitsschuh ist ein besonderer Fund: Fast ein Jahrhundert lang lag er verborgen im Dach des Förderturms des ehemaligen Kaiserin-Augusta-Schachts. Gut geschützt unter der Kupferdeckung überdauerte er dort die Zeit – unbemerkt und doch voller Geschichte.

Auf den ersten Blick wirkt der Schuh alles andere als wertvoll: abgenutzt, beschädigt und vom harten Einsatz gezeichnet. Doch gerade das macht ihn zu einem bedeutenden Zeitzeugen. Er erzählt von den Arbeitsbedingungen und vom Alltag der Menschen, die Anfang der 1920er-Jahre am Bau und Betrieb der Schachtanlage beteiligt waren – in einer Zeit des Umbruchs nach Krieg, Revolution und wirtschaftlicher Krise.

Der Förderturm selbst entstand als Teil einer modernen Zentralanlage, die mehrere Betriebe vereinte. Mit seiner markanten Architektur prägt er bis heute das Gelände.

Erst bei einer aktuellen Sanierung wurde der Schuh entdeckt. Heute erinnert er als besonderes Objekt daran, dass wahre Schätze nicht aus Gold bestehen müssen – sondern aus den Geschichten der Menschen, die sie hinterlassen haben.

Wer den Förderurm einmal mit uns befahren möchte, für den bietet sich noch im April die Gelegenheit. Alle Informationen finden Sie hier.

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