Objekt des Monats März

Bautagebuch Nr. 6

Die Abbildung zeigt ein grünbeiges Heft. Es ist im Querformat und ungefähr DIN A5 groß. Auf ihm befindet sich mittig ein schwarzer rechteckiger Rahmen. In diesem ist der Schriftzug „Bautagebuch“ gedruckt. Darunter sind Linien. Darauf steht handschriftlich: „Bergbau-Museum/Beg. 22.2.79/ Bee. 26.4.79“. Über dem Rahmen befindet sich der handschriftliche Vermerkt „Nr. 6“.  Links unten sind noch kleingedruckte Angaben zum Hersteller vorhanden.
Foto: D. Weise

1979

Wie viele Menschen gerade gearbeitet haben, was sie getan haben, ob es besondere Vorkommnisse gab, selbst welches Wetter an dem Tag war, ist im Objekt des Monats der KohleWelt festgehalten. Es handelt sich um das Bautagebuch Nr. 6 des Museumsaufbaus.

Es ist eines von 60 Tagebüchern, die von 1977 bis 1989 die baulichen Arbeiten an den künftigen Museumsgebäuden, an der Museumsgaststätte sowie am Jugendklub dokumentieren. Das Objekt des Monats selbst geht vom 22. Februar bis 26. April 1979. In diesem Zeitraum waren täglich um die 15 Personen auf der Baustelle beschäftigt, die unter anderem die Hängebank aufräumten und reinigten sowie Modelle reparierten. Dazu kamen noch die Mitarbeitenden von externen Firmen. Rückblickend besonders interessant sind auch die Einträge unter besonderen Vorkommnissen. Hier sind unter anderem Absprachen zu der Farbgestaltung oder auch Lehrgänge und Dienstreisen der Mitarbeitenden verzeichnet. Auch findet man dort Angaben zu den Besuchenden auf der Baustelle.

Die Einträge im Bautagebuch stammen von Hardy Schertel (1926­­–1999). Dieser arbeitete selbst im Steinkohlenbergbau, bevor er sich nach Einstellung des Bergbaus zum Bauingenieur umqualifizierte. Als solcher kehrte Hardy Schertel schließlich an seine frühere Wirkungsstätte, den ehemaligen Karl-Liebknecht-Schacht, zurück und übernahm die Bauleitung beim Museumsaufbau.

Das Objekt des Monats ist zusammen mit den übrigen Bautagebüchern ein wichtiges Zeugnis zum Museumsaufbau, dessen Ablauf und den daran beteiligten Personen und Betrieben. Daher ist es nun Teil der Schriftgutsammlung des Museums.

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