Objekt des Monats November
Blick in die Ausstellung KohleBoom.
2020
Nur sechs Jahre alt und schon Teil der Museumsgeschichte – beim Objekt des Monats November handelt es sich um eine Fotografie aus dem Jahr 2020. Sie zeigt einen Blick in die Sonderausstellung KohleBoom. Diese Ausstellung war ein Schauplatz der 4. Sächsischen Landesausstellung Boom. und widmete sich der Geschichte, Entwicklung und Bedeutung des sächsischen Steinkohlenbergbaus.
Der Ausstellung ging eine kurzfristige Planänderung voraus: Wegen von Verzögerungen bei der laufenden Sanierung und Erweiterung einiger Museumsgebäude standen die geplanten Ausstellungsräume nicht zur Verfügung. Da die weiteren Museumsgebäude nicht ausreichend Platz für die Sonderschau boten, wurde der Rundgang durch ein weiteres Gebäude ergänzt.
Es gehörte ebenso wie die Museumsgebäude zur ehemaligen Schachtanlage des Kaiserin-Augusta-Schachts (später Karl-Liebknecht-Schachts) und wurde mehrfach umgenutzt: Der Industriebau aus dem Jahr 1896 beherbergte ursprünglich die Schmiede des Schachts. Ab den 1920er Jahren waren nun ein Teil der Verwaltung und das Materiallager untergebracht. Auf die anschließende Nutzung des Gebäudes durch den VEB Buchungsmaschinenwerk Karl-Marx-Stadt folgte eine private Verwendung, bevor der Bau mehrere Jahre leerstand. 2019 wurde das Gebäude der Stadt Oelsnitz/Erzgeb. schließlich saniert und anschließend von der Stadtverwaltung für die Ausstellung zur Verfügung gestellt.
Der Ausstellungsbereich in der früheren Schachtschmiede gab einen Überblick über den Montanzweig Steinkohlenbergbau in Sachsen. Wie auf dem Objekt des Monats zu sehen ist, konnte der Besuchende sich die Geschichte dieses anhand eines großen Zeitstrahl, der den halben Raum umspannte, erschließen. Ebenso waren in sechs Boxen weitere Aspekte des Bergbaus dargestellt.
Die Ausstellung, die von Juli bis November 2020 gezeigt wurde, war ein Meilenstein in der Geschichte des Museums. Denn erstmals wurde der sächsische Steinkohlenbergbau in allen Facetten gezeigt und neue Forschungsergebnisse präsentiert.
Auch im Hinblick auf den Ausstellungsort war sie besonders, da das Gebäude der ehemaligen Schmiede nur zur Ausstellung öffentlich zugänglich war. Nun zählt es zu den internen Gebäuden der KohleWelt und beherbergt Werkstätten und Lagerräume.
Von der Ausstellung zeugen vor allem Fotografien, wie das Objekt des Monats. Sie dokumentieren diese und vermitteln einen Eindruck davon, wie die Ausstellung gestaltet war und ihre Inhalte präsentiert wurden.